August 2016: Projekt „Telehouse“

Projekt "Telehouse" zur Belieferung der TWL-KOM GmbH mit Solarstrom  

Am 09.08.2016 hat der Vorstand der BeLu, den Auftrag zur Erstellung der ersten BeLu-Photovoltaik- anlage vergeben. Den Zuschlag hat nach Vergleich mehrerer Anbieter, die Firma WIRSOL aus Waghäusel bekommen. Bürgerenergie e.G. freut sich, mit der Firma WIRSOL einen kompetenten und erfahrenen Partner für die Erstellung der Anlage an ihrer Seite zu haben. Das erste Solarkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 57,24 KWp wird in Ost-West-Aufständerung (Abbildung) auf dem Gebäude der TWL-KOM in Ludwigshafen erstellt. Die Anlage besteht aus 216 polykristallinen Modulen der Firma Astronergy mit 265 Wp-Modulen und 2 Wechselrichtern der Firma SMA . Die produzierte Generatorleistung beträgt ca. 52.000 kWh pro Jahr und wird zu mehr als 90 % durch ein Rechenzentrum der TWL-KOM genutzt. Dieser hohe Eigenverbrauchsanteil macht das Projekt, trotz der inzwischen schwierigen EEG- Bedingungen, sehr wirtschaftlich. Der Kunde, die TWL-KOM, deckt damit zukünftig seinen Strombedarf in diesem Gebäude zum großen Teil durch den Ökostrom aus dieser PV-Anlage. Der Pachtvertrag zwischen der BeLu und der TWL-KOM wurde über eine Laufzeit von 18 Jahren geschlossen. Beide Partner freuen sich auf die Zusammenarbeit und über ihren positiven Beitrag zur Energiewende.

Mehr Info über die Energiegenossenschaft unter www.buergerenergie-ludwigshafen.de

Energie in Bürgerhand Ludwigshafen

Bürgerenergie Ludwigshafen e.G.

Um unseren Wohlstand langfristig zu sichern, ist es sinnvoll, zukünftig möglichst auf eine dezentrale und regenerative Energieversorgung umzustellen. Die sicherste Alternative hierfür bietet eine dezentrale Energieversorgung durch regenerative Energiequellen. 

2013 initierte und begleitete die ILA e.V. den Entstehungsprozess der ersten Ludwigshafener Energiegenossenschaft. Sie ist eine demokratische Gesellschaftsform. Jedes Mitglied hat eine Stimme – unabhängig von der Höhe der Kapitalbeteiligung. Dies schützt vor der Dominanz Einzelner und sichert die Unabhängigkeit von externen Interessen. Ein Geschäftsanteil beträgt 500,00 Euro.  Die Energiegenossenschaft verfolgt das Ziel einer dezentralen, unabhängigen und ökologischen Energiegewinnung. Sie bietet Ludwigshafener Bürgerinnen und Bürgern, die Möglichkeit zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Die Genossenschaft wird mit Unterstützung der Technischen Werke Ludwigshafen AG in Projekte investieren. Dazu zählt unter anderem Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse, sowie Energiespeichertechnik und Energieeffizienz, aber auch Energiecontracting und Energieberatung.

Ende 2013 fand die Gründungsversammlung der „Bürgerenergie Ludwigshafen e.G.“ statt. Der Gründungsprozess ist abgeschlossen, Anteile können gezeichnet werden.

Weitere Information auf der Homepage der Bürgerenergie Ludwigshafen e.G. unter www.buergerenergie-ludwigshafen.de

 

Einblick in das Solarkataster der Stadt Ludwigshafen und Rhein-Pfalz finden Sie hier:

http://www.gpm-kom8.de/geoapp/solarkataster/rhein-pfalz-ludwigshafen/

Umweltpreis 2013

Am 22. Oktober 2013 erhielt die ILA im Rahmen der 2. Ludwigshafener Klimawoche den 3. Umweltpreis in der Kategorie Vereine/ Verbände/ Einzelpersonen. Beworben hat sich die ILA mit der Initiierung zur Gründung einer Energiegenossenschaft in Ludwigshafen.

Auf dem Foto zu sehen ist Angelika Hornig vor dem Stand der ILA.

Energiegenossenschaften - Grundlagen

In RLP gibt es momentan (2014) 28 Energiegenossenschaften, von denen 21 Mitglied im Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften RLP (LaNEG) sind.

Bisherige Projekte der EG in RLP: Sonne, Wind, BHKW
Üblich ist die Einspeisung des erzeugten Stroms in das Energienetz. Eine Speicherung von Energie in Batterien ist wegen des höheren Aufwandes/Preises nur für kleine Insellösungen sinnvoll.

Zielsetzungen der EG:
•    Regionaler, dezentraler Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz
•    Ökostrom günstiger anbieten
•    Klimaschonende Profite ermöglichen
•    Information und Beratung
•    Förderung nachhaltiger Wirtschaft

Grundlagen:
•    Partner suchen (VR–Banken sind deutschlandweit häufig Mitgründer und Verwalter der Anteile)
•    eventuell jemand zum Projektentwickler ausbilden lassen
•    Satzung erarbeiten
•    Genossenschaft gründen, mit  Vorstand und Aufsichtsrat, jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Einlage
•    durch einen Genossenschaftsverband prüfen lassen (dauert mehrere Wochen)
•    dann Eintrag in das Genossenschaftsregister

Die Höhe der Einlage pro Anteil schwankt bei den einzelnen EG zwischen 100 und 500 Euro. Häufig wird in der Satzung eine Deckelung festgelegt. Es können bei den meisten Genossenschaften maximal 50 – 80 Anteile von einer Einzelperson erworben werden.

Beteiligungsmöglichkeit:
•    Mitglied werden und Anteile erwerben (Bürger, Firmen, Vereine etc.)
•    geeignete Flächen zur Pacht zur Verfügung stellen (siehe Solarkataster)
Anreize für Bürger:
•    Dezentrale Energieversorgung, durch Produktion erneuerbarer Energie in der Region reduziert sich der Bedarf an Leitungen
•    Mitgestaltungsmöglichkeit in der Energiepolitik, der Übermacht der Konzerne entgegenwirken
•    Ökologische Geldanlageform; sichere Anlageform durch unabhängige Prüfungsverbände (Versicherungspakete gegen Verluste von Anlagen sind üblich)
•    Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region (Aufträge regional vergeben!)

Anreiz für den örtlichen Energieversorger
•    Kundenbindung
•    Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region
•    Ökostrom kann evtl. günstiger angeboten werden

Projektbeispiel: Urstrom Bürgerenergiegenossenschaft Mainz eG
Die Mainzer EG ist mit 45 Mitgliedern und einem Startkapital von 80 000 Euro angetreten. Auf einem Dach des Entsorgungsbetriebs Mainz wurde 2011 eine Photovoltaik-Anlage mit einem Jahresertrag von 70 000 kWh installiert. Damit können ca. 20 Vier-Personen-Haushalte mit Energie versorgt werden (um 1000 kWh zu erzeugen sind mind. 10 m2 Fläche im optimalen Neigungswinkel von 30 Grad und guter Besonnung erforderlich).

Die jährliche CO2 – Vermeidung durch das Projekt beträgt 42 000 kg.
Gekostet hat das Projekt 175 000 Euro. 20 Gesellschafter tragen 50 000 Euro, über die VR-Bank werden 125 000 Euro finanziert.
Der Entsorgungsbetrieb Mainz nimmt für die Vermietung von Dachflächen (es laufen noch drei weitere Photovoltaik-Anlagen) 20 000 Euro im Jahr ein.

Anlaufstelle für die Ausbildung von Projektentwicklern:
Evangelische Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft, Regionalstelle Süd- und Vorderpfalz
Ansprechpartner: Dietmar Freiherr von Blittersdorf (Projektleiter)
Referent für Erwachsenenbildung
Kranstraße 40, 76829 Landau, Tel: 06341/9858-16, Fax: 06341/9858-25
E-Mail: kontakt(at)energiegenossenschaften-gruenden.de 
Internet: www.energiegenossenschaften-gruenden.de 

 

 

Zurück zum Hilfsnavigation.